Agio
Das Agio (ital.) bedeutet Aufgeld oder Aufzahlung. Es wird von der Gesellschaft dafür verwendet, einen Teil der Kapitalbeschaffungskosten zu bezahlen.
Asset-Allokation
Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Investmentarten (Asset-Klassen, Währungen, Regionen). Der Ertrag und das Risiko von Investitionen können durch die Asset-Allokation (Auswahl der Wertpapiere sowie deren Gewichtung) bestimmt und optimiert werden.
Asset-Klassen
In einer Asset-Klasse werden Anlagegegenstände zusammengefasst, die ähnliche Merkmale hinsichtlich der rechtlichen Struktur, des Risikos, der Rendite und / oder hinsichtlich der Regionen oder Branchen aufweisen.
Asset-Management-Board
Investitionsbeirat
Assets under Management
Gesamtes Geschäftsvolumen bzw. betreutes und angelegtes Kapital
BFH
Bundesfinanzhof
BMF
Bundesministerium der Finanzen
Bottom-up
Top-down (engl., etwa „von oben nach unten“) und Bottom-up (engl., etwa „von unten nach oben“) werden zwei entgegengesetzte Vorgehensweisen bezeichnet, die in verschiedenen Sinnzusammenhängen verwendet werden. Top-down bezeichnet eine Methodik bei der vom Abstrakten beginnend eine schrittweise Konkretisierung vorgenommen wird. Grundsätzlich werden damit zwei unterschiedliche (gegensätzliche) Hauptherangehensweisen an Aufgabenstellungen bezeichnet, die entweder von allgemeinen Ansätzen auf spezielle Lösungen kommt (top-down) oder umgekehrt.
Cashflow
(engl. für Geldfluss, Kassenzufluss) ist eine (betriebs-)wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Die Messgröße ermöglicht eine Beurteilung der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens – inwiefern ein Unternehmen im Rahmen des Umsatzprozesses die erforderlichen Mittel für die Substanzerhaltung des in der Bilanz abgebildeten Vermögens und für Erweiterungsinvestitionen selbst erwirtschaften kann.
Core / Core Plus
Beide Begriffe bezeichnen Immobilieninvestitionsstrategien. Während bei Core die Erträge vor allem aus der langfristigen Vermietung der Objekte in guten und sehr guten Lagen generiert werden, stehen bei Core Plus Immobilien im Vordergrund, die sich ebenfalls in guten und sehr guten Lagen befinden und durch geeignete Maßnahmen wie z. B. Modernisierung und Umstrukturierung kurz- bis mittelfristig konkret realisierbare Wertsteigerungspotenziale besitzen. Diese Anlagestrategien sind deutlich konservativer bzw. sicherheitsorientierter als die von Opportunity-(Gelegenheits-) bzw. Blindpool-Fonds.
Core / Satellite
(auch Core-Satellite-Ansatz, engl.: core -Kern) bezeichnet man im Portfoliomanagement die Aufteilung eines Portfolios auf eine breit diversifizierte Kerninvestition („Core“), die eine Grundrendite mit ausreichender Sicherheit bieten soll, und mehrere Einzelinvestitionen („Satellite“) mit höherem Risiko und Renditepotenzial, die zur Renditesteigerung angehängt werden. Die Satelliteninvestments stellen jeweils nur einen geringen Anteil am Gesamtportfolio dar. Sie sind meist aktiv gemanagte Teilportfolios, welche ausgewählte Bereiche abdecken, sie sollen überdurchschnittliche Renditebeiträge liefern und aufgrund geringer Korrelationen mit dem Core-Investment diversifizierend wirken. Für die Anreicherung bzw. Diversifizierung des Kernportfolios eignen sich zum Beispiel Satelliteninvestments wie geographische Regionen, Asset-Klassen oder Managementstile/- strategien.
Corporate Finance
Der Begriff Corporate Finance (Unternehmensfinanzierung) bezeichnet ein Spezialgebiet der Finanzwirtschaft, das sich mit Fragen zur optimalen Kapitalstruktur, zur Dividendenpolitik des Unternehmens sowie der Bewertung von Investitionsentscheidungen und der Ermittlung des Unternehmenswertes auseinandersetzt.
Deleverageing
Abbau der Fremdkapitalquote
DBA
Doppelbesteuerungsabkommen
Due Diligence
Due Diligence bezeichnet die „gebotene Sorgfalt“, mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien das Vertragsobjekt im Vorfeld der Akquisition geprüft wird. Due-Diligence-Prüfungen beinhalten insbesondere eine systematische Stärken- / Schwächenanalyse des Kaufobjekts, eine Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie eine fundierte Bewertung des Objekts. Gegenstand der Prüfungen sind etwa Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken, Umweltlasten. Gezielt wird nach sog. Dealbreakern gesucht, d. h. nach Sachverhalten, die einem Kauf entgegenstehen könnten – z. B. Altlasten beim Grundstückskauf oder ungeklärte Markenrechte beim Unternehmenskauf. Erkannte Risiken können entweder Auslöser für einen Abbruch der Verhandlungen oder Grundlage einer vertraglichen Berücksichtigung in Form von Preisabschlägen oder Garantien sein.