Montag, 6. Februar 2012 05:38

Sachwerte - eine krisenresistente Anlageform

Artikel des Hamburgischen WeltWirtschafts Institut

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Brasilien profitiert von soliden Finanzen und seiner großen Binnenwirtschaft

Seit Ende Oktober 2008 entwickelten sich Schwellenländeraktien weltweit besser als die Aktien der Industrienationen, und Lateinamerika folgte dem breiten Trend des Emerging Market Universums. Besonders interessant scheint der Brasilianische Markt zu sein, meint GEM-Aktienstratege von Maarten-Jan Bakkum aus dem Haus ING IM.

Stabile Wirstschaft und steigende Rohstoffpreise 

Von allen Schwellenländern reagiert Brasilien am stärksten auf Schwankungen der Rohstoffpreise. Berücksichtigt man, dass Energie und Rohstoffe 55 Prozent des Aktienmarktes ausmachen, sind die überdurchschnittlichen Kurseinbrüche in der zweiten Jahreshälfte 2008 leicht verständlich. Nachdem sich die Rohstoffpreise seit Ende vergangenen Jahres erholten, ist der brasilianische Markt 2009 wieder attraktiver geworden. Doch selbstverständlich spricht noch weit mehr für ein Engagement in diesem Land. Die Binnennachfrage Brasiliens ist höher als in den meisten anderen Schwellenländern, weil der Arbeitsmarkt weniger stark vom Welthandel abhängt. So ist die Arbeitslosigkeit seit Beginn der Krise zwar gestiegen, doch die jüngsten Arbeitsmarktdaten stellen bereits wieder eine Erholung in Aussicht. Zwischen März und April wurden netto 140.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, während die Beschäftigungsquoten in den meisten anderen Schwellenländern noch sinken. 

Gleichzeitig stiegen auch die Reallöhne weiter, im März um drei Prozent. Und dank des gesunden brasilianischen Bankensystems, dessen Wachstum in den vergangenen fünf Jahren zudem auf niedrigem Niveau startete, liegt das Kreditwachstum nach wie vor bei über 25 Prozent. Die Kombination aus kräftigem Kreditwachstum und dem Anstieg von Beschäftigung und Löhnen ließ den Konsum auch während der Krise weiter steigen. Angesichts der sinkenden Zinsen und der in letzter Zeit günstigeren Arbeitsmarktdaten sollte der brasilianische Verbrauch seinen positiven Trend beibehalten.

Kurs- und Währungsgewinne möglich

Die Devisenreserven Brasiliens sind seit September 2008, als der Brasilianische Real (BRL) stark unter Druck geriet, lediglich um 10 Prozent gesunken. Brasilien hat gut daran getan, seine Währung anders als verschiedene andere Schwellenländer dem externen Druck auszusetzen. Da kein nennenswertes wirtschaftliches Ungleichgewicht besteht, sind hohe Kapitalabflüsse während der Krise wohl vermeidbar. Daneben sprechen auch der hohe Zinsvorsprung und das relativ geringe Länderrisiko für weitere Mittelzuflüsse nach Brasilien. So machte der BRL in den letzten Monaten bereits wieder die Hälfte seiner Verluste wett, wodurch Aktienanleger einen direkten und einen indirekten Vorteil erlangen: Direkt profitieren sie von den Devisengewinnen, und die deflationäre Wirkung der stärkeren Währung ist mindestens ebenso interessant.

Trotz des Konjunkturabschwungs verharrte die brasilianische Inflation über dem Zentralbankziel von 4,5 Prozent. Mit dem Erstarken des BRL sollte die Inflation nun sinken, wodurch die Zentralbank größeren Spielraum für Zinssenkungen gewinnt. Das verbessert auch die Aussichten für das Wirtschaftswachstum und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass mehr brasilianische Anlagegelder in brasilianische Aktien fließen, wenn die Anleihenmärkte an Attraktivität verlieren. Die erwarteten Mittelzuflüsse in brasilianische Aktien, das robuste Wachstum der Binnennachfrage und die Erholung der Rohstoffpreise machen Brasilien zu einem der bevorzugten Märkte weltweit.

 

 

Europäische Pensionsfonds setzen auf alternative Assets

Artikel cash-online vom 08.05.2009

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portfolio institutionell

Studie: Investoren wollen 2009 verstärkt in Alternatives anlegen

 

Infrastruktur-Fonds - Die Zukunft fängt jetzt an ...

Artikel des Magazins fonds kompakt, Ausgabe 04/09 vom 29.04.2009

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Aktuelle Studie: 54,4 % der Reichen und Super-Reichen dieser Welt wollen verstärkt in Wohnimmobilien investieren

In der soeben veröffentlichten 2009er Ausgabe des "Wealth Reports" von Citi Private Bank und Knight Frank, für den weltweit 2000 Berater der reichsten Kunden der Citi Private Bank befragt wurden, findet sich ein interessantes Ergebnis: 54,4 % der HNWIs wollen Ihre Anlagen in Wohnimmobilien (die traditionell bei diesen Personen eine große Rolle spielen) in den nächsten zwei Jahren verstärken. Aber auch Gewerbeimmobilien erfreuen sich eines verstärkten Zuspruchs der HNWIs, die sich im vergangenen Jahr massiv von Aktien- und Hedgefonds getrennt und hohe Cashbestände aufgebaut haben.


 

Privatanleger vergessen Risikostreuung

Portfolio der Financial Times Deutschland vom 06.11.2008

 

Makler rechnen 2009 mit Rekord-Nachfrage institutioneller Investoren

Bericht der Immobilien Zeitung vom 19.03.2009

Die IMMOBILIEN ZEITUNG berichtet am 19.3. über die stark steigende Nachfrage von Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerken und anderen Institutionellen nach Immobilien. „Zurzeit ist die Nachfrage von Versicherungen und Pensionskassen noch größer als Anfang 2008“, so wird Fabian Klein von CB Richard Ellis zitiert. „Das will was heißen, denn bereits im vergangenen Jahr hatten die Assekuranzen erheblich mehr Geld in Immobilien gesteckt als 2007.“ Während der Anteil von Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerken am gesamten deutschen Immobilien-Transaktionsmarkt im Jahr 2007 erst bei etwa einem Prozent lag, hatte sich dieser Anteil 2008 auf sieben Prozent versiebenfacht. Dieser Anteil werde laut CB Richard Ellis im Jahr 2009 mit Sicherheit überschritten. Laut Invesco stießen viele Assekuranzen direkt gehaltene Gebäude ab, um Wertzuwächse mitzunehmen. „Zugleich seien viele Planstellen in den Abteilungen für die direkt gehaltenen Immobilien gestrichen worden. Folglich interessiere sich das Gros der Versicherer nun für indirekte Anlagen, die nicht so viel eigenes Personal binden.“

Zu diesem Thema finden zwei Veranstaltungen statt: Am 31.3. geht es um die Immobilienstrategien von Stiftungen und Versorgungswerken, am 12.5. wird das Thema Immobilien-Spezialfonds behandelt. Bestellen Sie die Programme der beiden Veranstaltungen unter info@immobilienrunde.de.



 

Brasilien rückt ins Blickfeld internationaler Investoren

Artikel des Handelsblatts

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China wird zum Gewinner der Krise

Artikel der Welt Online vom 22.03.2009

Peking reagiert auf den schwachen Dollar und löst sich von der Rolle als größter Gläubiger der USA. Stattdessen wird jetzt die heimische Wirtschaft gestärkt.

Sie greift zum Äußersten. Die amerikanische Notenbank Fed verkündete am Mittwochabend, nun auch US-Staatsanleihen im Wert von 300 Milliarden Dollar aufkaufen zu wollen. Damit nimmt der Staat USA ab sofort de facto bei sich selbst Kredit auf. Und das heißt nichts anderes, als dass er Geld druckt - keine gute Nachricht für alle, denen er Geld schuldet.

Der größte Gläubiger jedoch sitzt nicht in New York, Chicago oder Los Angeles. Er residiert in Peking. Der chinesische Staat hält allein US-Staatsanleihen für rund 700 Milliarden Dollar, die gesamten Devisenreserven belaufen sich auf knapp zwei Billionen Dollar. Und China ist wahrlich nicht erfreut über den jüngsten Schritt der Fed. Die Entscheidung dürfte daher dazu führen, dass es seine Wirtschaft noch schneller umbaut und die eigene Währung stärkt. Am Ende dürfte China dadurch stärker dastehen und damit einer der großen Gewinner dieser Finanzkrise sein.

"Auf den ersten Blick ist der Aufkauf von US-Staatspapieren für China positiv", sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka. "Die Papiere reagierten mit Kursgewinnen, die chinesische Notenbank muss damit keine Abschreibungen vornehmen." Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Andererseits wird der Dollar durch das Anwerfen der Notenpresse an Wert verlieren. Schon unmittelbar nach der Ankündigung von Ben Bernanke stieg der Eurokurs in wenigen Minuten von 1,30 auf 1,35 Dollar.

Der Wechselkurs der chinesischen Währung kann zwar nur in einem engen Band zum Dollar schwanken. Wenn die US-Währung jedoch längerfristig schwächelt, wird sich auch der Aufwertungsdruck auf den Yuan erhöhen. Die Dollarguthaben würden damit an Wert verlieren - und genau das ist es, was China immer verhindern wollte. Noch wenige Tage vor der Fed-Sitzung warnte Chinas Premier Wen Jiabao sogar erstmals öffentlich. "Natürlich machen wir uns Gedanken um die Sicherheit unserer Anlagen", sagte er. "Um ehrlich zu sein, ich bin etwas besorgt."

Solch offene Worte sind ungewöhnlich. Bisher agierte China lieber im Hinterzimmer, beispielsweise im vergangenen Jahr, als die US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac vor der Pleite standen. Damals hatte Peking Ex-Präsident George W. Bush mehr oder weniger sanft zu deren Rettung gedrängt. Denn China besitzt im großen Stil Papiere dieser Institute. Dabei soll auch explizit darauf verwiesen worden sein, dass man andernfalls eben Staatspapiere im großen Stil verkaufen müsse.

Das Reich der Mitte hat durch seine Stellung als größter Gläubiger der USA natürlich eine gewisse Macht. Wirklich froh geworden ist das Land mit diesem Geld allerdings nicht. Lange Zeit lag es nur niedrig verzinst herum. Vor rund drei Jahren wurde jedoch die China Investment Corporation (CIC) gegründet. Sie soll die Reserven gewinnbringender anlegen. Bislang war allerdings der Erfolg eher gering: Eines der ersten Investments war die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone, an der die CIC knapp zehn Prozent übernahm. Seither ist der Wert der Aktien um fast 90 Prozent gefallen. Auch eine zehnprozentige Beteiligung an der Investmentbank Morgan Stanley war eine grandiose Fehlinvestition.

In den vergangenen Monaten jedoch setzte China sein Geld ein, um sich Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Erst im Februar kündigte der Aluminiumproduzent Chinalco an, seine Beteiligung am australisch-britischen Bergbaukonzern Rio Tinto auszubauen. Der chinesische Metallhändler Minmetals kaufte seinerseits den zweitgrößten Zinkproduzenten der Welt, Oz Minerals, und die Regierungen Chinas und Russlands schlossen einen Liefervertrag für russisches Öl. Laufzeit: 20 Jahre. Im Gegenzug öffnet China seine Schatulle und gibt Kredite an den Ölkonzern Rosneft und den Pipelinebetreiber Transneft.

Doch die Einkaufstour kann nicht endlos fortgesetzt werden. Und wenn nun die Dollarbestände an Wert verlieren, erhöht sich der Druck auf China zusätzlich, seine Strategie zu ändern. "Es gibt in China derzeit einen Diskurs darüber, wie sinnvoll das Wachstumsmodell der vergangenen Jahre war", sagt Christian Hofmann, der in Peking lebt und von dort aus den FIVV-China-Fonds managt. Denn das Modell lautete: Die USA verschulden sich und kaufen damit chinesische Produkte ein. China gibt den Amerikanern im Gegenzug Kredit.

"Eine große Volkswirtschaft wie China kann jedoch nicht dauerhaft eine solch hohe Exportquote haben", sagt Carsten Herrmann-Pillath, Sinologe und Professor für Business Economics an der Frankfurt School of Finance & Management. Die Regierung plant daher eine Neuausrichtung der chinesischen Wirtschaft, weg vom Export, hin zum Binnenkonsum.

Dazu soll ein Gesundheitswesen aufgebaut werden, das für alle Bürger zugänglich ist, und auch das Bildungswesen soll offener werden - bislang kann nur studieren, wer genug Geld hat. Langfristig wird China damit mehr Menschen zu besserer Bildung verhelfen und damit auch den Anschluss bei Forschung und Innovation finden. Vor allem aber soll die Nachfrage auf dem Land und damit der Binnenkonsum gestärkt werden. "Hier gibt es große Potenziale" sagt Herrmann-Pillath. "Denn der ländliche Raum wurde in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt."

Beispielsweise kamen Bauern bisher kaum an Kredite. Diese sind jedoch notwendig, um die Produktivität zu steigern. Nun hält der Staat die Banken jedoch ausdrücklich an, vermehrt Kredite zu vergeben. Dies tun die Geldinstitute auch bereits. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres vergaben die staatlichen Banken Kredite in Höhe von 2,7 Billionen Yuan, rund 290 Milliarden Euro - das ist rund die Hälfte dessen, was eigentlich für das ganze Jahr vorgesehen war. Und vor einer Woche hatte Peking angekündigt, in China das Produkt des Konsumentenkredits einführen zu wollen. Dies dürfte die Bankenindustrie weiter stärken. Sie hat jedoch ohnehin schon die weltweite Führung übernommen, zumindest was den Marktwert angeht. Unter den zehn größten Banken der Welt befinden sich schon heute fünf chinesische, die ersten drei Plätze teilen sie unter sich auf.

Christian Hofmann glaubt, dass auch Chinas Gesundheitsindustrie zu den Gewinnern der Konzentration auf den Binnenmarkt gehören wird, ebenso wie Telekom- und Internetanbieter sowie die Konsumindustrie insgesamt. Und die Regierung wird darauf achten, dass vor allem heimische Firmen davon profitieren. Dies machte sie in der vergangenen Woche schon klar, als sie Coca-Cola die Übernahme des größten Saftherstellers verbot. Die Gewinne sollen im Land bleiben.

All dies wird Chinas Wirtschaft stärken. Am Ende dürfte der Binnenkonsum deutlich wichtiger sein als die Exportindustrie. Damit würden die Dollarüberschüsse sinken, China müsste sein Geld nicht länger in US-Staatsanleihen anlegen. Doch auch diese Aussicht reicht der Regierung nicht. Sie will zusätzlich die eigene Währung stärken. Dazu erlaubt sie in einem Pilotprojekt Unternehmen des Jangtse-Deltas, ihre Geschäfte mit Hongkong in chinesischen Yuan statt in US-Dollar abzuwickeln. Wenn der Versuch erfolgreich ist - und es gibt kaum Gründe daran zu zweifeln -, sollen auch alle anderen Unternehmen diese Möglichkeit erhalten.

Damit würde Chinas Währung im internationalen Handel an Gewicht gewinnen. "Es wird sicher Jahre dauern bis sie den US-Dollar komplett als die Handelswährung für Im- und Exporte ablöst", sagt Qu Hongbin von HSBC. Sie glaubt jedoch, dass noch vor dem Jahr 2020 die chinesische Währung eine international akzeptierte Währung sein wird. Und möglicherweise werden dann andere Staaten Devisenreserven in Yuan aufbauen.



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